Balou – der „Schulhund“

Mein Name ist Balou. Ich bin ein Mitarbeiter der Eichbaumschule Vonhausen. Meine Berufsbezeichnung ist „Schulhund“. Ein Schulhund hat die Aufgabe den Lehrer in seiner pädagogischen Arbeit zu unterstützen. Man nennt das hundegestützte Pädagogik. Es wird die natürliche Hingezogenheit der Kinder zu Tieren genutzt.

Seit 3 Jahren komme ich nun schon mit meinem Frauchen Britta Herröder nach Vonhausen. Ich bin 10 Jahre alt und bin ein sehr gemütlicher Labrador. Meistens bin ich in der „Hundeklasse“ anzutreffen. Die Hundeklasse ist eine der beiden Flexklassen. Ich liebe meinen Job. Von allen Seiten bekomme ich Streicheleinheiten und alle freuen sich, wenn ich komme. Leckerchen werden mir auch ganz oft angeboten, aber da hat mein Frauchen was dagegen… Verstehe ich gar nicht. Wenn ich morgens an den Klassenräumen vorbeilaufe oder gar hineingehe, dann hört man immer ganz viele Kinder meinen Namen rufen. Ich glaube, ich bin in Vonhausen so etwas wie eine wichtige Persönlichkeit. Mein Frauchen sagt, ich habe die besten Voraussetzungen für einen Schulhund. Ich bin super geduldig, habe vor nichts Angst und nichts kann mich aus der Ruhe bringen. Aggression ist für mich ein Fremdwort. Natürlich muss ich auch was dafür tun. Deshalb gehe ich mit meinem Frauchen immer wieder in die Hundeschule. Das macht mir zwar mäßig Spaß, aber für Leckerlies mache ich alles.

Meine Hauptaufgabe im Unterricht ist da zu sein. Frauchen sagt, das macht ganz viel mit den Kindern und auch mit den Erwachsenen. Folgende Punkte erwähnt sie dann immer. Ich verstehe die zwar nicht so. Hören sich aber gut an:

Wichtige psychologische und soziale Wirkungen sind unter anderem:

  • Angst- und Stressreduktion
  • Rückgang von Verhaltensauffälligkeiten
  • Steigerung des Selbstwertgefühls
  • Steigerung des Verantwortungsgefühls
  • Freude am Schulalltag
  • Empathieförderung
  • Steigerung sozialer Kompetenz
  • Lautstärke sinkt
  • Steigerung der Kommunikationsfähigkeit
  • Steigerung von Integration über das „Medium“ Hund
  • Vermittlung eines Geborgenheitsgefühls

Ich habe gehört, dass 2014 406 Schulen mit Schulhunden bundesweit registriert waren. Es sind bestimmt jetzt noch mehr geworden.

Inzwischen gibt es in der Literatur viele Abhandlungen über dieses Thema. Auch im Internet findet man einiges.

Hygiene und Sicherheit im Umgang mit mir müssen mit den Kindern selbstverständlich geklärt werden. Ich möchte ja nicht verletzt werden. Ne, kleiner Spaß. Die Kinder sollen natürlich geschützt werden. Deshalb muss ich regelmäßig zum Tierarzt gehen und geimpft und entwurmt werden. Sollte ein Kind allergisch sein, übermäßige Angst vor mir haben oder sonstige Schwierigkeiten, reagiert mein Frauchen natürlich sofort darauf. Es soll jeder gerne in die Schule gehen können und keine Angst haben müssen. Wichtig ist nur, dass Frauchen das rechtzeitig erfährt. So, ich hoffe, ihr habt nun genug über mich erfahren? Solltet ihr noch Fragen haben, könnt ihr jederzeit mein Frauchen oder Frau Draguhn ansprechen.

In diesem Sinne wünsche ich vor allem den Kindern eine gute Schulzeit bei uns und freue mich über jedes neue Mitglied unserer Schulgemeinde!

Liebe Grüße

Euer Balou